[Blogparade] Darf man heute noch Hausfrau sein?

Oder: Wie es kam, dass ich nicht „nur“ Hausfrau bin…

Ein Bestandteil meines Marketing-Aktionsplans (den ich euch in Kürze vorstellen werde) ist, dass ich einmal im Monat an einer Blogparade teilnehmen möchte. Außerdem schreibe ich scheinbar die besten Artikel für Blogparaden, denn da habe ich immer die meisten und motivierendsten Rückmeldungen. (siehe Blogparade Online Kurse und Blogparade „Glück muss man können„.)

Diesmal hat mich die Blogparade „Darf man heute noch Hausfrau sein? von Sonjas besondere Welt sehr angesprochen, da es wirklich ein Thema ist, das mich auch betrifft und beschäftigt. (Nicht ganz mit DIESER Fragestellung, aber dennoch…) Ich habe diesen Blogartikel gleichzeitig zum schriftlichen Nachdenken verwendet und ihr könnt etwas darüber erfahren, wie es dazu kam, wie es ist. 

Die Leitfragen bei dieser Blogparade sind:

  • Bist du Hausfrau oder arbeitest du?
  • Welche Reaktionen bekommst du von deinem Umfeld, wenn du ihnen sagst, dass du Hausfrau bist?
  • Bist du gerne Hausfrau?

Auf diese Fragen und noch mehr möchte ich hier gerne eingehen.

Bist du Hausfrau oder arbeitest du?

Ich habe 3 Kinder (7 Jahre, 3 Jahre, 9 Wochen) und habe immer (außer während des Wochenbetts) auf Minijob-Basis und tw. geringfügig selbständig gearbeitet. Die Kinder hatte ich dank eines familienfreundlichen Unternehmens und später dank Homeoffice bis zu einem Alter von ca. 2-2,5 Jahren bei der Arbeit dabei bzw. teilweise bei den Großeltern.

Irgendwie war ich also knapp 7 Jahre lang Hausfrau „mit PLUS“, bis ich im März 2016 mein Unternehmen „Träume sind Bäume“ gegründet habe.

So habe ich bislang nie irgendwo gesagt, dass ich „nur“ Hausfrau bin. Das war aber genaugenommen ein wenig geflunkert, oder nicht? 😉

Wie kam es dazu, dass es ist, wie es ist?

Dazu muss ich ein bisschen weiter ausholen. Ich komme aus einem katholischen Umfeld, in dem es als normal angesehen wurde (und wird), dass eine Mutter bei ihren Kindern bleibt und sich ausschließlich um diese und eventuell ehrenamtliche Tätigkeiten kümmert.

So war es auch bei meiner Mutter: Sie war „nur“ Hausfrau und Mutter und ging nie in einen Beruf zurück, wo sie Geld verdient hätte. Allerdings nahm sie sukzessive mehr und mehr ehrenamtliche Tätigkeiten an, sodass sie ab meinem 10. Lebensjahr quasi berufstätig war (auch wenn sie kein Geld dafür bekam).

Ich dachte als Kind/Jugendliche nie darüber nach, wie ich es machen wollte. Die (un)ausgesprochene Erwartung, dass ich es eines Tages ebenso machen sollte, nahm ich jedoch mit.

Als ich 29 Jahre und schwanger war, traf ich in meiner Trainerausbildung auf einige Mütter, die gerade nach relativ langen Babypausen (6-10 Jahre) in den Beruf wiedereinstiegen und recht orientierungslos waren und vor allem wenig Selbstbewusstsein und Vertrauen in ihre Fähigkeiten hatten. Das war der Punkt, wo ich beschloss:

Das wird MIR nicht passieren!

So kam es, dass ich nur in einem meiner beiden Jobs in Karenz (Elternzeit) ging und gleich nach Ende des Wochenbetts wieder arbeitete. Es waren nur 2-6 Stunden pro Woche und ich konnte das Baby mitnehmen. Außerdem machte ich mich, als Tochter Nr. 1 ca. 1 Jahr alt war als Baby-Trageberaterin (ebenfalls geringfügig, 0-5 Stunden pro Woche) selbständig. Sie kam ebenfalls mit zu den Beratungen und später machte ich die Beratungen während sie im Kindergarten war. Tochter Nr. 2 wurde in das ganze hineingeboren und ging ebenfalls in die Arbeit mit und war  bei Trageberatungen dabei, bis sie in eine Kindergruppe und später in den Kindergarten kam.

Bei ihr war der Drang, endlich wieder Geld zu verdienen und maßgeblich zum Familieneinkommen beizutragen schon größer, schließlich stand und steht der große Wunsch einer Weltreise noch ins Haus und das ist leichter möglich, wenn man auch währenddessen ortsunabhängig (am besten passiv) Geld verdienen kann.

Ich war am besten Weg mich selbständig zu machen und mit Hilfe vom Unternehmensgründungsprogramm mein eigenes Unternehmen zu gründen, als ich von der Schwangerschaft mit Tochter Nr. 3 erfuhr. – Ein ungünstiger Zeitpunkt, der mich in Zweifel und Unsicherheiten stürzte. Mache ich weiter wie geplant? Schiebe ich die Unternehmensgründung auf?

Die Entscheidung fiel dann aus taktischen Gründen und so machte ich weiter wie geplant. Arbeitete bis kurz vor der Geburt wie verrückt und auch schon ein paar Wochen nachher wieder. Der Vorteil ist, dass der finanzielle Druck nun geringer ist, da ich ja (ich habe noch nicht entschieden wie lange) Kinderbetreuungsgeld bekommen werde. Der Nachteil ist, dass ich eine kleine Ablenkung von der Arbeit haben werde und noch nicht weiß, wie ich alles unter den Hut bringen werde.

Für die Zeit von ca. 3 Wochen nach der Geburt bis Ende dieser Woche (Baby = 10 Wochen) hatte ich mir erst mal ein Mädchen als Unterstützung über Workaway.info organisiert und habe mir dadurch einige Freiräume geschaffen. Jedoch ist mein Mann mit der „Au Pair“ Lösung nicht so glücklich, sondern möchte, dass die Großeltern (= meine immer noch sehr beschäftigten und engagierten Eltern) mehr die Kinder übernehmen. – Mal sehen, wie es wird…

Welche Reaktionen bekommst du von deinem Umfeld, wenn du ihnen sagst, dass du Hausfrau bist?

Ich sage nicht, dass ich Hausfrau bin. Ich erzähle, dass ich arbeite, aber nur wenige Stunden. Bzw. jetzt wo ich selbständig bin, sage ich, dass ich selbständig bin.

Im Umfeld meiner Eltern wäre es kein Problem zu sagen, dass ich Hausfrau bin, im Umfeld meines Mannes in Ostdeutschland wäre es unangenehm für mich.

Und ja, ich gebe zu, es wäre mir unangenehm, zu sagen, dass ich Hausfrau bin.

Bist du gerne Hausfrau?

Achtung, hier spricht jetzt der Frust aus mir und beim nochmaligen Durchlesen bemerkte ich einige Gedanken, die ich hinterfragen sollte! 😉

Ich bin nicht gerne Hausfrau. Es ist eine undankbare Arbeit, für die man keinen Lohn bekommt und die quasi in dem Moment, wo man sie erledigt hat, schon wieder zerstört ist. (z.B. in dem Moment wo der Boden aufgewischt ist, kommen die Kinder mit schmutzigen Füßen rein und alles ist wie vorher oder noch schlimmer.)

Weiters bin ich keine gute Hausfrau und ich versuche so viele hausfrauliche Tätigkeiten wie möglich zu delegieren. (an die Putzfrau und an meinen Mann) Wäre ich „nur“ Hausfrau müsste ich doch alles machen und das will ich nicht! Dann hätte ich keine Ausrede mehr dafür, dass bei uns im Hause eben nicht alles perfekt ist und auch ein wenig Chaos herrscht. 😉

Ich bin allerdings gerne Mutter. – Nur damit da keine Missverständnisse aufkommen. Ich liebe die Zeit wo sie Babys und Kleinkinder sind und ich möchte diese Zeit auf keinen Fall verpassen. Irgendwann mit ca. 2-2,5 Jahren kommt aber der Zeitpunkt, wo sie auch gerne Zeit mit anderen Kindern verbringen und ich es sehr genieße, dass ich auch wieder Zeit für mich alleine habe.

Es ist jedoch eine Überlegung wert?

Ich denke allerdings anlässlich Baby Nr. 3 und der Tatsache, dass Kind Nr. 1 in der Schule nicht so leicht tut wie erhofft, darüber nach, wie es wäre „nur“ Hausfrau und Mutter zu sein und das dafür mit ganzem Herzen.

Könnte ich meine Aufgaben genießen? Könnte ich mit Freude kochen, putzen, aufräumen? Würde ich mir tatsächlich mehr Zeit für die Kinder nehmen?

Oder würde ich auch dann meinem Naturell folgen und mir irgendwelche Projekte suchen, in denen ich aufgehe und  erst keine Zeit für die Kinder haben? Wäre für mich erfüllend genug, mich voll und ganz in Haushalt und die Kindererziehung zu stürzen? Womit würde ich dann mein Gehirn beschäftigen?

Ob mich mich dann wohl im Elternverein, in der Pfarre und im Tauschkreis, etc. mehr engagieren würde?

Der Wunschzustand

Meine bevorzugte Lösung wäre es jedenfalls, mir alles 1:1 mit meinem Mann zu teilen: die Arbeit die Kinder, den Haushalt. Dann müsste sich auch niemand der Frage stellen „nur“ Hausfrau oder „nur“ Hausmann zu sein!

Was wären die Vorteile, wenn ich nur Hausfrau und Mutter wäre?

  • Möglicherweise hätte ich eine bessere Beziehung zu meinen Kindern.
  • Ich könnte viel mehr für sie DA sein. (Nicht im ständigen Zwiespalt zwischen ihnen und meinen eigenen Interessen)
  • Ich könnte meine eigenen Werte besser weitergeben (unter der Voraussetzung, dass ich es tatsächlich schaffe, diese selbst zu leben).
  • Ich würde ihre ganze Entwicklung erleben.
  • Ich müsste Verantwortung für ALLES übernehmen.
  • Ich könnte vielleicht ihr Selbstbewusstesein noch mehr stärken.
  • Ich könnte ihnen ermöglichen, sich mehr mit ihren Interessen und Talenten auseinanderzusetzen.
  • Ich müsste nicht ständig so einen Spagat machen

Gefühle hinterfragen!

Beim Gedanken daran, nur Hausfrau und Mutter zu sein, fühle ich mich aber nicht wohl, denn dann wäre ich noch mehr als jetzt

  • abhängig
  • ohne Zukunftschancen
  • mutlos
  • ziellos

Das sind natürlich alles Gedanken, die ich hinterfragen sollte (z.B. mit the  Work). Denn abhängig bin ich jetzt in Wahrheit auch, da ich lange nicht für mein Auskommen und das Auskommen der Kinder sorgen könnte. Vielleicht würde ich meine Zukunftschancen eine Weile zurückstellen (aber ich hätte sie trotzdem) – selbständig machen kann ich mich auch mit 45 oder 50 noch einmal und es würde die Zukunftschancen meiner Kinder möglicherweise erhöhen. Dass ich mich beim Gedanken an das Hausfrauendasein mut- und ziellos fühle, liegt daran, dass ich es noch nie erwogen habe, mir für diesen Bereich Ziele zu setzen, sondern im Gegenteil versuche diesen Teil meines Daseins so weit wie möglich weg zu ignorieren. (Genaugenommen frisst das ganz schön viele Ressourcen von mir. *grübel*)

Um zur Ausgangsfrage zurückzukommen:

Darf man heute noch Hausfrau sein?

Natürlich darf man das. Genauso, wie man 40 und mehr Stunden arbeiten und die Kindererziehung ihrem Mann überlassen darf. Das ist das Tolle an unserer heutigen Gesellschaft wir dürfen fast alles, aber die Entscheidung für den eigenen Weg ist dafür umso schwieriger.

ABER…

Es ist nicht unbedingt der einfachste Weg. Es ist nicht mehr der Mainstream, zumindest, wenn man sich länger als 1-2 Jahre dafür entscheidet zu Hause zu bleiben. – Genauso wie der Weg, für den ich mich entschieden habe, nicht der Mainstream ist.

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2018-07-10T15:46:18+00:00

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