Online Kurse – Ein Geschenk des Himmels! Äh der Technik.

Mit größtem Vergnügen nehme ich an der Blogparade von Simone Weissenbach zum Thema Online Kurse teil und ich muss sagen: Das Schreiben war vor allem auch für mich selbst eine Erleuchtung. Im Gegensatz zu manchen anderen, denen sich beim Thema Online Workshop vielleicht die Haare aufstellen, gehören für mich Online Kurse tatsächlich seit sage und schreibe 15 Jahren zum Leben dazu!

Und ich hoffe ich schaffe es, meine eigenen Tipps an AnbieterInnen und Anforderungen an Online Kurse zu erfüllen, wenn es bei mir so weit ist!

 Das Wichtigste gleich vorweg: Ich liebe online Kurse! Für mich als Mutter sind sie perfekt, um mich zu Themen, die mir „JETZT“ unter den Nägeln brennen, orts- und zeitunabhängig weiterzubilden. (Das heißt z.B. kurz vor Mitternacht, wenn alle anderen im Haus schlafen. :D)

 

Mein erstes Mal

Ich glaube es war ca. im Jahr 2001, als ich zum ersten Mal bei einem Online Kurs teilgenommen habe. Der Kurs nannte sich „Was will ich“ und war von Zeitzuleben.de. Es gab wöchentliche PDFs mit Anweisungen per Email und Austausch in einem eigens eingerichteten Forum und er war sehr spannend, auch wenn ich am Ende glaube ich immer noch nicht wusste, was ich will, so hatte ich doch viel über mich gelernt!

Gute oder schlechte Erfahrungen?

Ich habe seither immer wieder an Online Kursen teilgenommen, und die meisten waren auch gut. Wenn ich recht überlege, waren es bisher aber fast ausschließlich Selbstlernkurse, viele im Persönlichkeitsbereich und einige für online Marketing oder SEO und auch einmal einen Abnehmkurs.

Bis ich einen reinen Video-Kurs gebucht habe, musste es erst Februar 2016 werden. Da habe ich mir den Trello-Kurs von Claudia Kauscheder geleistet und bin auch sehr zufrieden, wenn auch 50% davon für mich als Techie unrelevant und zu langatmig sind, so sind die anderen 50% sehr lehrreich und durch die kleinen Portionchen, in die das ganze aufgeteilt ist, kann man sich auch sehr genau aussuchen, was man ansehen will und was nicht und man hat nicht das Gefühl, was zu verpassen.

Und weil es so schön ist, habe ich jetzt auch noch einen Blogging-Kurs gebucht (ohne mir vorher die Vorschau-Videos anzusehen, nur weil es 50% Rabatt gab und das Thema grundsätzlich für mich interessant ist.

Ansonsten lösen Kurse, die damit werben, wie viele Stunden Videomaterial sie enthalten und noch diesen und jenen Bonus immer Panik in mir aus, wann ich denn das alles ansehen sollte und schrecke davor zurück, diese zu buchen.

Generell halte ich Online Kurse jedoch für eine geniale Erfindung, weil sie es einem ermöglichen, im eigenen Tempo an den Inhalten zu arbeiten und nicht nur theoretisches Wissen vermittelt zu bekommen, sondern gleichzeitig im eigenen Tempo daran zu arbeiten, praktische Fragen zu stellen und sich im Optimalfall mit anderen über Facebook oder andere Plattformen auszutauschen.

Was macht für mich einen guten Online Kurs aus?

Für mich als Teilnehmerin ist wichtig, dass mir der Online Kurs einen konkreten Nutzen für mein aktuelles Projekt oder Problem bietet. Ich möchte nicht nur theoretisches Wissen lernen, sondern konkrete Anweisungen erhalten, wie ich mit meinem Projekt weiterkomme.

Das ganze sollte in überschaubare Portionen aufgeteilt sein, die groß genug sind um zu profitieren, aber auch klein genug, um sie im vorgesehenen Zeitraum zu bearbeiten.

Für mich hat es sich bewährt, tägliche E-Mails mit Handlungsanweisungen zu bekommen und am Wochenende „frei“ zu haben, um eventuelle Rückstände aufzuarbeiten. Mit Kursen, die mir komplett mein eigenes Tempo lassen, komme ich nicht so gut zurecht.

Worin besteht für dich die größte Herausforderung bei Online-Kursen?

Als Teilnehmerin besteht die Herausforderung darin, nicht jeden online Kurs zu buchen, der eine Lösung auf ein Problem verspricht, sondern auch wirklich nur diejenigen, die man dann tatsächlich bearbeiten kann und in Folge ist es natürlich wichtig, tatsächlich dranzubleiben!

Als Anbieterin von Onlinekursen ist es wichtig, die Zielgruppe und ihre Bedürfnisse wirklich gut zu kennen und auch fähig zu sein, diese anzusprechen, denn sonst kann man den genialsten Onlinekurs haben, aber niemand wird ihn buchen und falls doch, werden die TeilnehmerInnen nicht zufrieden sein.

Welche Dinge halten dich ab oder haben dich lange davon abgehalten eigene Online-Kurse zu entwickeln und umzusetzen?

Ich habe mich an dieses Thema noch nicht herangetraut, weil ich mich für kein Thema entscheiden konnte, in dem ich mich kompetent genug gefühlt hätte, um einen Kurs anzubieten und die Befürchtung, dass ich die Anweisungen nicht gut genug rüberbringen könnte.

Darüberhinaus war ich noch nicht selbständig, das heißt der ganze Aufwand der Gründung wäre noch dazugekommen. Nun ist mein Unternehmen gegründet, die möglichen Themenbereiche stehen und einem tatsächlichen Kurs steht höchstens noch Zeitmangel im Wege.

Was sind deine besten Tipps in Bezug auf Online-Kurse?

Meine Tipps an NutzerInnen von Online-Kursen:

  • Buche nur Kurse, an denen du dann tatsächlich sofort arbeiten kannst.
  • Blocke dir die notwendige Zeit im Terminkalender. Nur das kaufen des Kurses alleine bringt dich nicht weiter! (Es ist genauso wie bei Büchern! :D)
  • Kurse, an denen du eigene Projekte / Problemstellungen bearbeitest, sind besonders sinnvoll.
  • Bringt der Kurs das was er kostet (an Zeit und Geld) oder im Optimalfall noch mehr?

 

An AnbieterInnen von Online Kursen

  • Kenne deine Zielgruppe und ihre Probleme sehr genau.
  • Hol dir bei der Vermarktung Unterstützung, wenn du damit noch keine Erfahrung hast.
  • Biete den Teilnehmerinnen die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen.
  • Die Arbeit an einem eigenen Projekt während des Kurse erhöht den Lernerfolg enorm!
  • Halte im Kurs das, was du auf der Landingpage versprochen hast!
  • 20 Std. Videomaterial, die im Kurs enthalten sind, sind nicht unbedingt ein Verkaufsargument! 😉

Habe ich Tipps vergessen? Dann bitte ich doch gerne um Anregungen in den Kommentaren!

Mein eigenes Angebot

Herzensprojekt umsetzenFür Frauen, die endlich ihr Herzensprojekt realisieren wollen, halte ich in Kürze mein erstes Gratis Webinar.

Ab 31.3.2016 leite ich ein Online Erfolgsteam für Frauen,  die bei der Verwirklichung ihrer Vision auf Hindernisse unterschiedlicher Art stoßen (kein klares Ziel, hinderliche Glaubenssätze, und bei Unternehmerinnen technische Schwierigkeiten oder unklare Zielgruppe, etc.) und sich davon nicht mehr aufhalten lassen wollen.

Das ist mein erster Schritt in Richtung Onlinekurs. Jedoch ist es für mich noch kein „richtiger“ Onlinekurs, weil aufgrund der Videokonferenzen und der Struktur die Teilnehmerzahl stark beschränkt ist (max. 5 Frauen) und weil ein vergleichsweise hoher Arbeitseinsatz von mir erforderlich ist.

Aus den Erfahrungen werde ich aber Themen für „echte“ Online Kurse ableiten und umsetzen. – Noch heuer! 😉

2018-07-10T15:46:19+00:00

15 Comments

  1. Simone Weissenbach 10. März 2016 at 8:35 am - Reply

    Liebe Sonja,

    ganz herzlich Willkommen in der Blogparade! Ich freue mich sehr, dass du dabei bist. ☺

    Deine Tipps für gute Online-Kurse sind klasse, vor allem aus Anbietersicht fand ich den Punkt, dass die Bewerbung von 20 Stunden Videomaterial nicht unbedingt ein Verkaufsargument sind und sogar Panik auslösen können.

    Herzliche Grüße und bis bald! Ich bin schon sehr gespannt auf deinen ersten Kurs!

    Simone

  2. sonci 10. März 2016 at 10:35 am - Reply

    Liebe Simone,
    ich glaube du hast soeben den ersten Kommentar überhaupt in meinem Blog hinterlassen und ich find‘ das super!

    Das Schreiben hat wirklich Spass gemacht und die bisherigen Beiträge zu deiner Blogparade fand ich auch sehr interessant!

    Ich bin ja eher technikaffin, daher werde ich meinen ersten Kurs wahrscheinlich erstellen, ohne irgendwelche Kurse dafür in Anspruch zu nehmen, aber wer weiß… 😉

    Liebe Grüße,
    Sonja

  3. Chantal Perrinjaquet 10. März 2016 at 4:34 pm - Reply

    Hei liebe Sonja

    So genial, Dein Post hat mich gerade ungemein inspiriert und motiviert. Inspiriert dazu, mir die Blogparade von Simone näher anzuschauen und motiviert dazu, mein eigenes neues Online-Produkt zu puschen.

    Was mich sehr beeindruckt ist Dein Bericht, dass Du 2001 schon erste Onlineprodukte genossen hast. Genial! Über diesen Wandel nachzudenken gibt eine Ahnung davon, was Onlineprodukte in Zukunft für uns Menschen bedeuten werden.

    Dankeschön und bis bald bei den Powermädels

    Chantal

  4. sonci 10. März 2016 at 10:49 pm - Reply

    Hi Chantal,

    ich freu‘ mich gerade voll über deine Rückmeldung und ich bin gespannt auf dein erstes Online Produkt. 😉

    lg,
    Sonja

  5. Eva Peters 11. März 2016 at 12:27 pm - Reply

    Hallo Sonja

    ich galueb wir haben dann wohl zeitgkleich den Kurs bei ZZL gemacht, auch bei mir waren diese Kurse ein Einstieg in die Welt der Selbstlernkurse.

    Viele Grüße
    Eva

  6. sonci 11. März 2016 at 6:07 pm - Reply

    Hallo Eva,

    ich bin jetzt extra in den Keller gegangen und hab‘ den Ordner herausgeholt, wo ich die Übungen vom „Was will ich“-Kurs größtenteils ausgedruckt habe und ich muss gestehen, es war erst 2003, als ich diesen Kurs gemacht habe. Dann war wohl doch mein SEO Kurs bei akademie.de ca. 2001 der erste… Uber den finde ich leider keine Informationen mehr, weil ich den in der Arbeit gemacht habe…

    Trotzdem kommst du mir bekannt vor… 😉 – Vielleicht von einem anderen Kurs? (Ich habe damals noch Berger geheißen.)

    Liebe Grüße,
    Sonja

  7. Anja Röck 14. März 2016 at 4:31 pm - Reply

    Ja ja – man trifft sich immer wieder – und Zeit-zu-Leben.de war damals auch wirklich „überall“. War spannend den Beitrag zu lesen, schön, dass er geschrieben wurde.

    Als Anbieterin, die sich immer wieder bewusst auch in die Teilnehmer-Rolle begiebt, kann ich die Aussage:
    „Die Arbeit an einem eigenen Projekt während des Kurse erhöht den Lernerfolg enorm!“ nur unterstützen.

    Nur wenn ich selbst etwas davon habe, dann bin ich auch voll dabei – daran sollten wir für Teilnehmer immer denken!

    Herzliche Grüße
    Anja Röck

  8. sonci 14. März 2016 at 9:38 pm - Reply

    Liebe Anja,
    danke für dein positives Feedback. Das freut mich ganz besonders von so einem Profi! 😉

    Liebe Grüße,
    Sonja

  9. Judith Torma 10. April 2016 at 7:40 pm - Reply

    Hallo Frau Schnatzer,

    schöner Beitrag – und ich hab mich ertappt gefühlt. Warum biete ich ein Seminar an, welches 12 Stunden Videomaterial bietet.

    Meine Antwort, weil es eine langfristige Weiterbildung ist und nicht einfach nur ein Kurs. Mir liegt daran mehr Zeit mit meinen Teilnehmenden zu verbringen. So kam es, dass ich vieles ausführlicher in meinen Videos beschreibe, als ich es in Texten tue. Anderseits gibt es neben den Videos noch mehr. Klar die Unterlagen, aber vor allem auch das Forum und die Lerngruppe. Nur so machen die Videos in Ihrer Masse auch Sinn für mich. Ist es nicht immer der Mix, der es den Kunden schmackhaft macht.

    In meinem Beitrag zur gleichen Blog-Parade habe ich dazu meine Gedanken nieder geschrieben.
    https://rhetorikblog.com/endlich-entspannt-lernen-und-die-rhetorik-entdecken-die-loesung-online-seminare/7793/

    Meine erste Begegnung mit virtuellen Seminaren hatte ich während meines Studium in Tübingen – Virtuelle Rhetorik – das Grundlagen Seminar. Damals war es auch die Mischung, die es spannend gemacht hat.Das müsste auch so 2001 gewesen sein.

    Vielen Dank für dieses sehr gute Gegenüberstellung.

    Judith Torma

    https://rhetorikblog.com/endlich-entspannt-lernen-und-die-rhetorik-entdecken-die-loesung-online-seminare/7793/

    • sonci 4. Mai 2016 at 8:09 am - Reply

      Liebe Frau Thoma,

      danke für ihren Kommentar und bitte entschuldigen Sie die lange Verzögerung beim Freischalten.

      Ich wollte auch nicht sagen, dass es per se schlecht ist, viel Videomaterial anzubieten, wenn es zum Umfang der Ausbildung passt und qualitativ hochwertig ist. Dennoch gibt es manche Anbieter, bei denen es scheint dass die vielen Stunden Videomaterial das einzige Verkaufsargument wären und vor so etwas schrecke ich eher zurück.

      Gerade beim Thema Rhetorik scheint mir eine Videoanleitung sehr angebracht, aber es gibt andere Themen, wo eine kurze, knackige Textanleitung mehr helfen würde und die kann ich auch lesen während ich darauf warte, dass die Kinder einschlafen, während ich mir in meinem Tagesverlauf keine Zeit für ein 60 minütiges Video herausnehmen kann oder will.

      Darüber hinaus stört es mich, wenn es zum Video keine Arbeitsblätter gibt und man sich die wichtigsten Fragestellungen selbst nochmals herausschreiben muss. (Besonders unpraktisch, wenn man sich das Video beim Autofahren angehört hat. 😉 )

      Es ist also so wie sie sagen: Es ist der Mix, der „die Musik“ macht oder in diesem Fall, den perfekten Online Kurs.

      Danke jedenfalls für Ihr Kommentar und viel Erfolg mit ihren Kursen!

      Sonja Schnatzer

  10. Gaby 15. April 2016 at 12:12 pm - Reply

    Hallo Sonja,
    mit Deinen Tipps hast Du so Recht. Kurz und knackig auf den Punkt gebracht. Super.
    Bei mir ist es so, dass ich gerne möglichst komprimiert das Wissen erhalte – da sind 20h Videomaterial für mich auch nicht so ganz das richtige. Ich habe dann immer Zweifel, ob die Personen auf den Punkt kommen.
    Liebe Grüsse und ein tolles WE.
    Gaby

    • sonci 4. Mai 2016 at 8:13 am - Reply

      Hallo Gaby,
      es tut mir ebenfalls leid, dass es mit der Freischaltung ein wenig gedauert hat.
      Danke für dein Kommentar.

      Ich habe auf deine Seite geschaut. – Sichtbarkeitscoach – eine coole Geschäftsidee! – Viel Erfolg! 😉

      Liebe Grüße,
      Sonja

  11. […] 4: Sonja Schnatzer gibt in Ihrem Artikel „Online-Kurse ein Geschenk des Himmels – äh der Technik“ zahlreiche gute Tipps aus Teilnehmer- und aus Anbietersicht. Lies, warum die Ankündigung von 20 […]

  12. - Träume sind Bäume 1. August 2016 at 4:36 pm - Reply

    […] denn da habe ich immer die meisten und motivierensten Rückmeldungen. (siehe Blogparade Online Kurse und Blogparade „Glück muss man […]

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